Die richtigen Pfeile und Bogen kaufen

Wenn Sie sich einen Bogen kaufen wollen, müssen Sie sich erst einmal klar werden, was Sie brauchen. Ist es Ihr erster Bogen und Sie möchten den Bogen nur hobbymäßig zuhause benutzen? Oder möchten Sie einen neuen Bogen kaufen, um auf bewegliche Ziele zu schießen? Soll der Bogen für den Sport oder für die Jagd verwendet werden (Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Jagd mit dem Bogen in Deutschland verboten)?

Wir gehen auf dieser Seite näher auf die unterschiedlichen Bogenarten wie zum Beispiel Recurvebogen, Langbogen, Compoundbogen oder Reiterbogen ein. Außerdem geben wir Hinweise zum passenden Bogen Zubehör und erklären wie Pfeil und Bogen zusammengehören. Wenn Sie bereits genau wissen, wonach Sie suchen können Sie direkt die Produktberatung starten.

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Beratung: Bogen kaufen

Worauf achten beim Bogen kaufen?

Ganz zu Anfang steht die Frage nach den Bogenarten. Haben Sie kürzlich Robin Hood im Fernsehen gesehen und sind auf der Suche nach einem passenden Langbogen? Generell wurden Langbögen im Mittelalter verwendet und werden noch heute auf Mittelaltermärkten zur Schau gestellt. Dem gegenüber steht der Recurvebogen mit dem auch beim olympischen Bogenschießen mit Hilfe von Zielvorrichtungen und Stabilisatoren auf standardisierte Zielscheiben geschossen wird. Wer eher auf der Suche nach einem Hightech Bogen ist, sollte sich einen Compoundbogen kaufen. Diese Bogenart zeichnet sich durch Umlenkrollen (Cams) am oberen und unteren Ende des Bogens aus. Hierdurch lässt sich der Compoundbogen leichter spannen und mit weniger Kraftaufwand gespannt halten.

Sobald Sie sich für eine Bogenart entschieden haben, müssen Sie die richtige Größe und das richtige Zuggewicht ermitteln. Gerade zu Anfang werden Sie schnell merken, dass Sie ein geringeres Zuggewicht verwenden sollten als mit etwas mehr Erfahrung. Aus diesem Grund bietet sich ein Take Down Bogen gerade für Anfänger an. Bei dieser Bogenart können die Wurfarme ausgetauscht und dem jeweiligen Leistungsniveau angepasst werden. Die Bogengröße oder auch Bogenlänge ist abhängig von der Körpergröße bzw. wird die Körpergröße oft als Richtwert herangezogen. Wenn man eine genauere Antwort haben möchte sollte man die persönliche Auszugslänge ermitteln. Außerdem sollten Sie auf das Gewicht des Bogens achten, gerade wenn Sie vor haben sich mit dem Bogen zu bewegen.

Kleiner Tipp für den Umgang mit dem Bogen: Feuern Sie einen Bogen niemals ohne einen Pfeil ab. Die aufgewendete Energie kann nicht an den Pfeil abgegeben werden, sondern überträgt sich auf die anderen Teile des Bogens. Dadurch können empfindliche Stellen zerstört werden. Pfeil und Bogen gehören also untrennbar zusammen.

Welche Bogenarten gibt es und was unterscheidet Sie?

Auf der einen Seite findet man traditionelle Bogenarten wie Recurvebogen, Langbogen, Flachbogen oder Reiterbogen. Diese Bögen kennt man vielfach aus alten Filmen und sie entsprechen dem, was die meisten Leute bei einem Bogen erwarten. Auf der anderen Seite hat sich der Bogensport weiterentwickelt und es gibt viele Erweiterungen für diese traditionellen Bogenarten in Form von Stabilisatoren oder Zielvorrichtungen. Es gibt aber auch moderne Hightech Bögen in Form von Compoundbögen. Nicht alle Bogenarten sind gleichermaßen für Leute mit und ohne Erfahrung geeignet aber es bestehen viele Gemeinsamkeiten. Wir gehen hier auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bögen ein und erklären, wann Sie welchen Bogen kaufen sollten.

Wann sollten Sie einen Compoundbogen kaufen?

Wie schon zuvor angesprochen sind Compoundbögen als moderne Hightech Bögen bekannt. Anders als bei einem Langbogen besteht ein Compoundbogen entsprechend nicht nur aus Bogensehne, Wurfarmen und Griff. Das wichtigste Kennzeichen von Compoundbögen sind die zuvor bereits erwähnten Kurvenscheiben (Cams). Diese Technik ermöglicht es, den Bogen einfacher zu spannen und deutlich ruhiger zu halten. Der Bogenschütze muss viel weniger Kraft aufwenden, was gerade am Anfang ein Vorteil ist. Außerdem kann man das Zuggewicht des Bogens mechanisch an die aktuellen Anforderungen des Schützen anpassen. Das bedeutet je stärker Sie werden bzw. je besser Sie sich an das Bogenschießen gewöhnen, desto höher können Sie das Zuggewicht einstellen. Außerdem können sich hierdurch mehrere Leute mit unterschiedlicher Körperkraft bis zu einem gewissen Maße einen Bogen teilen. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn sie ähnlich groß sind.

Wenn Sie also als Anfänger einen Compoundbogen kaufen wollen hat das viele Vorteile. Durch den geringeren Kraftaufwand haben Sie mehr Ruhe zum Zielen und können mit weniger Kraftaufwand genauer schießen. Außerdem haben Compoundbögen häufig noch andere Erweiterungen, die den Umgang und das Erlernen der Technik vereinfachen. Dazu gehören unter anderem Pfeilauflagen mit Zielvorrichtungen und andere Hilfsmittel. Letztendlich ist ein Compoundbogen im Vergleich zu anderen Bögen wohl der weitaus Technischste, was ihn aber auch anfälliger für Schäden und Probleme machen kann.

Wer sollte eher einen Recurvebogen kaufen?

Recurvebögen können als die Weiterentwicklung der Langbögen gesehen werden. Sie zeichnen sich durch einen höheren Wirkungsgrad aus, der durch die gebogenen Enden der Wurfarme entsteht. Die Wurfarme zeigen also im ungespannten Zustand vom Bogenschützen weg. Durch diese Formung der Wurfarme können Sie mit einem Recurvebogen bei gleichem Kraftaufwand weiter schießen als mit einem Langbogen.

Diese Bogenart ist im Bogensport am weitesten verbreitet (vor allem im Zusammenhang mit Zielvorrichtungen und Stabilisatoren) und wird auch in dieser Form beim olympischen Bogenschießen verwendet. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist auch, dass der Recurvebogen nach dem Abfeuern eines Pfeils nicht so stark zurückfedert.

Außerdem zeichnen sich Recurvebögen dadurch aus, dass sie entweder einteilig oder dreiteilig zu kaufen sind. Einteilige Bögen sind dabei der Regelfall und lassen sich wie alle anderen Bogenarten nicht ohne weiteres auseinandernehmen bzw. in den Eigenschaften verändern. Der dreiteilige Recurvebogen oder auch Take Down Bogen genannt, lässt sich allerdings in die beiden Wurfarme und das Mittelteil zerlegen. Das bietet Vorteile beim Transport des Bogens, bei der Wartung und für Einsteiger. Gerade als Anfängerbogen lassen sich die Wurfarme dem aktuellen Trainingsstand des Bogenschützen anpassen und auswechseln. Für den Anfang würden Sie dann Wurfarme mit einem niedrigeren Zuggewicht wählen und diese mit der Zeit durch stärkere Widerstände ersetzen. Gerade wenn Sie am Anfang nicht wissen, ob Sie langfristig Bogenschießen möchten können Sie mit günstigeren Wurfarmen beginnen. Langfristig können Sie dann in hochwertigere Wurfarme investieren, wenn Sie am Bogenschießen Spaß gefunden haben. Die Wartbarkeit eines Take Down Bogens hat allerdings nicht nur Vorteile. Sie können zwar die Wurfarme bei Beschädigungen ersetzen, durch die "beweglichen" Teile können aber auch leichter Beschädigungen entstehen. Es ist verständlicherweise immer einfacher, wenn ein Bogen "aus einem Guss" ist. Zusammengefasst können sich gerade Anfänger zu Beginn gut einen Recurvebogen kaufen. Ob als Take Down Bogen oder in Form eines einteiligen Recurvebogens ist Geschmackssache und abhängig von den eigenen Bedürfnissen.

Sollten Sie einen Langbogen kaufen?

Langbögen sind eine historische Bogenform und wurden bereits im Mittelalter in dieser Form verwendet. Langbögen sind heute häufig auf Mittelaltermärkten zu sehen, wo auf Zielscheiben aus Stroh geschossen werden kann. Im Bogensport finden Sie hingegen kaum Verwendung, da hier eher auf Recurve- oder Compoundbögen zurückgegriffen wird. Außerdem werden mit Langbögen häufig Holzpfeile anstelle von Carbonpfeilen oder Pfeilen aus Aluminium verwendet. Diese Holzpfeile sind schwerer und nicht so gleichmäßig geformt wie die anderen Pfeilarten. Deshalb werden Sie ungenauer damit schießen und bei gleichem Zuggewicht nicht so weit schießen können. Des Weiteren ist der Langbogen wie zu vermuten ein langer Bogen. Sollten Sie vor haben Ihren Bogen mobil zu benutzen ist ein Langbogen weniger geeignet als andere Bogenarten.

Ein kleiner Nachteil eines traditionellen Langbogens aus Holz ist außerdem, dass er verhältnismäßig schwer ist im Vergleich zu einem Recurvebogen. Recurvebögen sind kleiner (Kurzbogen) und wiegen nicht ganz so viel, solange man sie ohne Stabilisatoren verwendet.

Um das einmal in Relation zu setzen entspricht die Größe eines Langbogens etwa der Größe des Bogenschützen. Compoundbögen hingegen gibt es bereits in einer Bogenlänge unter 40 Zoll, auch bei Compoundbögen für Erwachsene. Wer einen Langbogen kaufen möchte, sucht also nach einem Bogen für das statische Bogenschießen mit dem historisch passenden Gefühl.

Wann sollten Sie einen Reiterbogen kaufen?

Wie der Name schon sagt sind Reiterbögen für die Verwendung beim Reiten besonders gut geeignet. Das liegt vor allem daran, dass sie im Vergleich zu anderen Bögen kleiner und leichter sind. Entsprechend sind Gewicht und Größe die wichtigsten Merkmale des Reiterbogens und sollten beim Kauf besonders berücksichtigt werden. Anders als bei einem Langbogen oder Recurvebogen, die häufig für das statische Bogenschießen verwendet werden sollte auch auf einen rutschfesten Bogengriff geachtet werden. Dies kann zum Beispiel durch einen Lederbezug erreicht werden.

Damit Sie sich nicht durch eine unvorhergesehene Bewegung des Pferdes verletzen, sollten Sie sich Fingerschutz und Armschutz zulegen. Andernfalls kann die Bogensehne durchaus für unschöne Abschürfungen an Ihrem Arm sorgen. Ein solcher Armschutz besteht dabei häufig aus Leder und lässt sich passgenau um den Arm schnüren. Bei dem Handschutz sind für den Reiterbogen Daumenringe besser geeignet als Bogenhandschuhe. Diese Daumenringe sind angenehmer zu tragen und schränken die Bewegung und das Feingefühl der Finger weniger ein.

Außerdem sollte diese Art des Bogenschießens mit dem Reiterbogen nur auf einem dafür vorgesehenen Gelände ausgeübt werden. Das genaue Zielen während des Reitens ist für ungeübte Bogenschützen schwierig und darf keine anderen Menschen gefährden. Ideale Voraussetzungen sind natürlich, wenn Sie bereits reiten können. Somit können Sie sich vollständig auf den Reiterbogen konzentrieren und sind weniger mit dem Pferd beschäftigt. Wer sich also einen Reiterbogen kaufen möchte hat vermutlich bereits einen spezifischen Anwendungsfall dafür. Aber auch für Kinder und wenn man mobil sein möchte kann ein Reiterbogen gut geeignet sein.

Was als Anfängerbogen kaufen?

Wie an dieser Stelle schon häufiger erwähnt, eignen sich Take Down Bögen besonders gut für Anfänger. Dieser "Anfängerbogen" lässt sich sehr gut an den eigenen Trainingsstand anpassen, indem Wurfarme mit dem passenden Zuggewicht angebracht werden. Eine tolle Alternative, wenn Sie nicht direkt einen Bogen kaufen möchten ist es, einen Bogen in Ihrem Verein zu leihen. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie auch in einem Verein angemeldet sind. Dort wird Ihnen aber sicherlich ermöglicht die Wurfarme entsprechend Ihrem Trainingsstand auszutauschen. Generell ist es durchaus eine gute Idee für Anfänger einem Bogensportverein beizutreten. Dadurch bekommen Sie eine Vorstellung, ob das Bogenschießen etwas für Sie ist und Sie lernen die Grundlagen.

Wenn Sie aber Ihren ersten Bogen kaufen wollen, sollten Sie zunächst ermitteln, wie hoch Ihr aktuelles Zuggewicht ist und welche Bogengröße Sie benötigen. Beide Parameter lassen sich bei einem Take Down Bogen noch nachträglich über die Wurfarme anpassen. Aus diesem Grund sind dreiteilige Recurvebögen auch gut als Kinderbogen geeignet, da Sie mit dem Bogenschützen "mitwachsen" können.

Das richtige Zuggewicht für Ihren Bogen ermitteln

Um Ihr Zuggewicht zu ermitteln schauen Sie zunächst auf Ihre körperlichen Voraussetzungen. Männer können dabei im Durchschnitt mit einem höheren Zuggewicht beginnen als Frauen. Allerdings hat auch die Bogenart einen Einfluss auf das zu wählende Zuggewicht bzw. das mögliche Zuggewicht auf den zu wählenden Bogen. Der Langbogen benötigt hier die meiste Kraft, um das gleiche Ergebnis zu erzielen wie andere Bögen.

Beim Recurvebogen wird durch die gebogenen Wurfarme die eingesetzte Kraft effizienter genutzt und Sie erzielen mit dem gleichen Zuggewicht eine größere Reichweite. Der Compoundbogen stellt beim Thema Zuggewicht noch einmal eine Besonderheit dar. Viele denken beim Thema Zuggewicht zunächst nur an das erste Spannen des Bogens. Genauso wichtig ist es aber auch, das Zuggewicht zu halten während Sie sich auf das Zielen konzentrieren. Durch die an Compoundbögen angebrachten Kurvenscheiben bzw. Cams ist nach dem Spannen der Bogensehne nur noch etwa die Hälfte des Zuggewichts aufzuwenden, um die Sehne zu halten.

Unabhängig davon, welchen Bogen Sie für sich auswählen müssen Sie sich klar machen, dass ein zu hohes Zuggewicht zu einer unsauberen Ausführung führen kann. Bei einem zu niedrigen Zuggewicht benötigen Sie hingegen schneller einen neuen Bogen bzw. neue Wurfarme. Im Folgenden finden Sie eine Tabelle mit Anhaltspunkten an denen Sie sich orientieren können. Da diese Einschätzungen allerdings absolut subjektiv sind führt kein Weg daran vorbei zu testen, welches Zuggewicht für Sie das Richtige ist. Das Zuggewicht wird dabei in lbs angegeben.

Bogen Zuggewicht für Männer Bogen Zuggewicht für Frauen
ab 20 lbs für kaum trainierte Männer ab 15 lbs für kaum trainierte Frauen
ab 30 lbs für Männer mit gewisser Fitness ab 25 lbs für Frauen mit gewisser Fitness
ab 35 lbs für durchaus trainierte Männer ab 30 lbs für durchaus trainierte Frauen

Die passende Bogengröße und das Gewicht ermitteln

Genauso subjektiv wie das Zuggewicht des Bogens ist auch das passende Gewicht des Bogens. Sie sollten mehrere Bögen in die Hand nehmen und schauen, welches Gewicht für Sie passt und welches Sie ohne Probleme gespannt halten können. Ebenso müssen Sie sich klar machen, ob Sie mit dem Bogen mobil sein wollen oder ob Sie nur auf statische Ziele schießen wollen. Sie wollen also nicht mit einem Langbogen auf einem Pferd sitzen, das ist unhandlich und auf Dauer zu schwer. Genauso passt die Bogengröße in diesem Kontext nicht.

Für die passende Bogengröße gibt es viele Richtwerte und Tabellen, die sich an der Körpergröße orientieren. Allerdings beziehen diese sich nicht immer auf eine Bogenart und geben alleine deshalb eine falsche Orientierung. Außerdem ist es sinnvoll sich eher an der empfohlenen bzw. vorgegebenen Auszugslänge des Bogens zu orientieren. Das ist ein Anhaltspunkt an dem Sie sich unabhängig von der Bogengröße orientieren können.

Pfeile und Bogen - was passt zusammen?

Welche Pfeile Sie für welchen Bogen verwenden sollten ist nicht immer ganz klar zu beantworten. Bei den unterschiedlichen Pfeilarten haben Sie grundsätzlich die Auswahl zwischen Carbonpfeilen, Holzpfeilen, Aluminiumpfeilen, Fiberglaspfeilen und Aluminium-Carbon-Pfeilen. Holzpfeile sind die natürlichste und traditionellste Pfeilart, sind aber nur bedingt pauschal zu empfehlen. Holzpfeile sind schwerer als andere Pfeilarten und durch ihr natürliches Material sind Holzpfeile nicht gleichmäßig und kein Pfeil gleicht dem anderen. Entsprechend sind sie für genaues Zielschießen weniger geeignet. Dabei ist auch noch zu beachten, dass Holzpfeile durchaus zersplittern können. Das ist zu Bedenken um möglichen Verletzungen vorzubeugen.

Holzpfeile sind die erste Wahl bei der Verwendung eines traditionellen Langbogens. Dabei geht es aber eher darum historisch akkurat zu sein, da Abstriche bei den Flugeigenschaften gegenüber Pfeilen aus modernen Materialien hingenommen werden müssen. Außerdem sind Holzpfeile vergleichsweise günstig und robust.

Fiberglaspfeile sind aus unserer Sicht generell keine gute Wahl. Das Material kann leicht brechen und erhöht die Verletzungsgefahr beim Bogenschießen. Des Weiteren sind Fiberglaspfeile vergleichsweise schwer und haben deshalb auch schlechtere Flugeigenschaften. Der einzige Vorteil ist der vergleichsweise günstige Preis.

Wer großen Wert auf Zielgenauigkeit und gute Flugeigenschaften legt sollte zu Aluminiumpfeilen greifen. Aus diesem Grund greifen auch viele Fortgeschrittene und Profis zu Aluminiumpfeilen. Der größte Nachteil von Aluminiumpfeilen ist, dass sie leicht verbiegen können. Das sollten Sie sowohl bei der Auswahl einer Zielscheibe als auch beim Entfernen der Pfeile aus eben dieser beachten. Preislich sind Aluminiumpfeile etwa im Mittelfeld, also oberhalb von Holzpfeilen und Fiberglaspfeilen anzuordnen.

Die besten Pfeile sind Carbonpfeile und werden von vielen Bogenschützen geschätzt. Carbonpfeile sind leicht, gleichmäßig und stabil. Daraus ergeben sich hervorragende Flugeigenschaften mit hohen Geschwindigkeiten. Diese machen Carbonpfeile zu den idealen Pfeilen für Profis. Wie an dieser Stelle zu erwarten ist, sind Carbonpfeile allerdings auch die teuersten Pfeile. Ein Nachteil haben aber auch Carbonpfeile, denn sie sind durch ihr niedriges Gewicht anfälliger für Wind.

Alu-Carbon-Pfeile haben dabei sehr ähnliche Eigenschaften, sind aber nicht so windanfällig wie Carbonpfeile. Diese Pfeilart hat kaum noch Nachteile in der Funktionalität an sich. Wie zu erwarten sind sie aber auch sehr teuer und werden überwiegend in Wettkämpfen verwendet. Sowohl Aluminiumpfeile und Carbonpfeile als auch Alu-Carbon-Pfeile sind für die Verwendung mit Compoundbögen, Recurvebögen und Blankbögen geeignet.

Was bedeuten Nockpunkt und Standhöhe?

Grundsätzlich wird als Nockpunkt der Punkt auf der Bogensehne bezeichnet, an dem der Pfeil eingesetzt wird. Im normalen Sprachgebrauch werden aber die Nockpunktbegrenzer als Nockpunkte bezeichnet. Sie helfen dabei eine gleichbleibende Schussbewegung zu verinnerlichen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Nockpunkt an der richtigen Position auf der Bogensehne angebracht wird. Andernfalls kann es passieren, dass Sie sich ein falsches Bewegungsmuster angewöhnen. Darunter leiden Ihre Ergebnisse und der Spaß am Bogenschießen. Gerade weil Nockpunkte sehr günstig sind und einen großen Effekt haben, sollten Sie direkt in einen Nockpunkt investieren, wenn Ihr Bogen nicht bereits eine Pfeilauflage besitzt.

Nockpunkt für Recurvebogen

Hier finden Sie beispielhaft ein Set zur Installation von Nockpunkten für Recurvebögen. Enthalten sind natürlich Nockpunkte, ein geeignetes Lineal zur Positionierung der Nockpunkte und eine Nockpunktzange.

Lineal und Nockpunktzange sind nicht zwingend notwendig, vereinfachen aber die richtige Installation. Sie können auch vorhandene Werkzeuge verwenden, um einen Nockpunkt an der Bogensehne anzubringen.

Die Standhöhe des Bogens hat keinen direkten Zusammenhang zum Nockpunkt. Dennoch gehört es zur Vorbereitung des Bogens und sollte berücksichtigt werden. Dabei messen Sie den Abstand zwischen der tiefsten Stelle des Griffs und der Bogensehne. Der ermittelte Wert ergibt hier die Standhöhe des Bogens. Die Standhöhe eines Bogens ist bei jedem Bogen unterschiedlich und vom Hersteller vorgegeben. Dabei ist häufig ein akzeptabler Bereich vorgegeben und nicht ein fester Wert. Sollten Sie diese Werte durch eine zu kurze/lange Bogensehne oder ein zu weites eindrehen der Bogensehne nicht einhalten, kann das zu Schäden am Bogen führen. Darüber hinaus hat eine falsche Standhöhe einen negativen Einfluss auf das Schussverhalten des Bogens und kann zu einem nachfedern und vibrieren der Bogensehne führen, die am Arm unangenehm werden kann.

Die passende Zielscheibe zum Bogenschießen

Genauso wichtig wie die richtigen Pfeile ist auch die richtige Zielscheibe beim Bogenschießen. Gleichermaßen sind Zielscheiben aber auch in den unterschiedlichsten Materialien vorzufinden. Unter anderem gibt es Zielscheiben aus Stroh, Schaumstoff oder Stramit. Eine Zielscheibe mit angezeichneten Ringen hilft dabei, den eigenen Trainingsstand zu bewerten und Fortschritte zu messen.

Zielscheiben aus Stramit würden wir an dieser Stelle grundsätzlich nicht empfehlen. Sie sind sehr hart, was an mehreren Stellen zu einem Problem führen kann. Auf der einen Seite bleiben Pfeile in diesen Zielscheiben nicht gut stecken. Auf der anderen Seite können Pfeile die erst einmal in einer Zielscheibe aus Stramit stecken deutlich schwerer entfernt werden als bei anderen Zielscheiben. Außerdem gehen Pfeile durch die Härte der Zielscheibe eher kaputt, sowohl beim Aufprall als auch beim Entfernen der Pfeile.

Bogen Zubehör Zielscheibe

Eine Zielscheibe aus Polyfoam (Spezialschaumstoff) mit Auflage und Scheibennägeln, damit eine Scheibe aus Papier darauf angebracht und ausgetauscht werden kann.

Beim traditionellen Bogenschießen werden gerne Zielscheiben aus Stroh verwendet. Sie sind gut für die Verwendung im freien geeignet und haben häufig bereits die Ringe der Zielscheibe in ihrem Design integriert. Die aus unserer Sicht beste Option sind allerdings Zielscheiben auf Polyfoam (Spezialschaumstoff), auf denen die Zielscheiben nachträglich angebracht und ausgetauscht werden können. Zielscheiben aus Spezialschaumstoff werden deshalb auch beim olympischen Bogenschießen verwendet werden. Je nach Position Ihrer Zielscheibe sollten Sie außerdem darüber nachdenken, ob Sie ein Netz hinter der Zielscheibe aufspannen sollten. Dabei gibt es spezielle Schutznetze für das Bogenschießen, damit Sie Wände oder andere Gegenstände hinter der Zielscheibe schützen. Dies ist insbesondere beim Indoor Bogenschießen wichtig.

Armschutz zum Bogenschießen

Wenn Sie schon häufiger mit einem Bogen geschossen haben, wissen Sie bereits aus schmerzhafter persönlicher Erfahrung, warum ein Armschutz beim Bogenschießen wichtig ist. Sollten Sie keinen Armschutz oder zumindest ein langärmliches Oberteil tragen, wird die Bogensehne häufig mit der Haut an Ihrem Arm in Kontakt kommen. Mit der Zeit kann das mehr als nur unangenehm werden, sodass der Arm aufgeschürft wird.

Anders als bei Pfeilen oder Zielscheibe sind Material und Art des Armschutzes eher abhängig von persönlichem Geschmack. Bei Wettbewerben im Bogenschießen können Sie häufig beobachten, dass die Bogenschützen nur einen kleinen Armschutz aus Kunststoff tragen, um die Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Allerdings gibt es auch gebundene Armschützer, die gerne beim traditionellen Bogenschießen verwendet werden. Insgesamt können diese auch einen höheren Tragekomfort vorweisen. Wie so oft sollten Sie sich einfach überlegen, was für Sie wichtig ist.

Bogen Zubehör Armschutz

Hier finden Sie einen sehr leichten Armschutz, der Sie beim Bogenschießen wenig behindern wird. Er ist für die meisten Größen einstellbar und hat einen angenehmen Tragekomfort.