Sodbrennen - Ursachen, Hausmittel und Produkte

Sodbrennen kann sehr vielfältige Gründe haben. Sei es ein fettiges Essen, Stress, Alkohol, Nikotin oder sonstige Lebensumstände. Folgend erfahren Sie mehr über die diversen Ursachen des Sodbrennens, die potentiellen Folgen, die dieser mit sich bringen kann und wie Sie das unangenehme Gefühl leicht beseitigen können. Alternativ können Sie direkt Ihre kostenlose und individuelle Beratung starten und das am besten für Sie passende Präparat finden.

Bei der persönlichen und individuellen Beratung wird die Person, die die Fragen am Endgerät beantwortet, direkt angesprochen. Die eingebende Person wird als die Person angesehen, die die Beratung sucht. Falls der Nutzer die Beratung für eine andere Person durchführen möchte, muss dieser die Fragen gemäß den Umständen der jeweiligen Person beantworten. Sollte zum Beispiel ein Mann eine Beratung für seine Partnerin durchführen, muss dieser bei der Geschlechtsangabe „weiblich“ und nicht „männlich“ wählen.

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Beratung: Sodbrennen

Allgemeines zu Sodbrennen

Viele Menschen denken, Sodbrennen zu haben, obwohl es gar nicht der Fall ist. Sie verspüren einen Druck im Magen kombiniert mit einem unangenehmen Völlegefühl. Dieses träte vor allem auf, wenn man viel gegessen habe, so wie es schließlich auch bei Sodbrennen der Fall ist. Der Unterschied ist jedoch, dass beim Sodbrennen zusätzlich zum Völlegefühl ein Brennen in der Speiseröhre (Ösophagus) zu spüren ist und es unter Umständen zum Aufstoßen von Magenflüssigkeit und Speisebrei kommt. Wer Sodbrennen nicht kennt, kann man sich nur schwer vorstellen, wie es sich anfühlt, jedoch beschreibt das Wort Brennen diesen Schmerz wirklich passend.

Entstehung von Sodbrennen

Unter Sodbrennen versteht man das Aufsteigen bzw. den Rückfluss (Reflux) von Magenflüssigkeit in die Speiseröhre. Belegzellen sondern im Magen Salzsäure ab. Diese Säure hilft das Essen zu zersetzen. Da der Magen mit einer natürlichen, schützenden Schleimschicht ausgekleidet ist, gelangt die Säure dort nicht bis an die Magenwand. Die Schleimschicht hält die Säure fern, sodass die Säure bzw. der Magensaft die Magenwand nicht angreifen kann. Sollte nun der obere Schließmuskel des Magens aus diversen Gründen den Magensaft nicht mehr zurückhalten können, so steigt der saure Magensaft in die Speiseröhre auf. Dies wird im Fachjargon auch als Reflux bezeichnet. Aufgrund der dort weniger ausgeprägten Schleimschicht kommt es zu einem brennenden Schmerzgefühl sowie unter Umständen zum Aufstoßen von Säure und Speisebrei bis in die Mundhöhle. In diesem Fall kann Sodbrennen auf Dauer auch dazu führen, dass der Zahnschmelz angegriffen wird.

Ursachen von ständigem Reflux

Übermäßiges Essen fördert Sodbrennen

Die Ursachen für Sodbrennen können sehr vielfältig sein. Wie am Anfang beschrieben, kann übermäßiges Essen ein Grund sein. Der Magen verhält sich wie ein Ballon. Wenn man häufig sehr viel isst, dehnt sich der Magen immer mehr und wird immer größer. Dies führt dazu, dass man immer mehr Essen zu sich führen muss, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Die langjährige Folge von regelmäßigem übermäßigem Essen kann unter Umständen das Übergewicht sein. Für die Momentaufnahme kann ein Essen über das Sättigungsgefühl hinaus jedoch zu Sodbrennen führen. In diesem Fall ist der Magen sehr gedehnt und im Inneren des Magens herrscht solch ein Druck, dass der Schließmuskel zur Speiseröhre dem Druck nicht mehr standhalten kann, wodurch der Magensaft eventuell samt Brei in die Speiseröhre (Ösophagus) gelangt.

Lebensstil begünstigt Sodbrennen

Doch nicht nur der Druck ist entscheidend, sondern auch die Kost, die die betroffenen Personen zu sich nehmen, sowie Lebensumstände wie Stress, Rauchen oder Alkohol. Es liegt auf der Hand, dass Personen, die häufig unter Sodbrennen leiden, den Konsum von säurehaltigen Lebensmitteln vermeiden sollten. Diese Säuren können die Beschwerden durch eine Erhöhung der Säurekonzentration direkt verstärken. Reich an Säuren sind zum Beispiel Fruchtsäfte, Kaffee und Erfrischungsgetränke wie Cola. Sie sollten somit mit Bedacht zu sich genommen werden. Indirekt erhöht auch Alkohol die Säurelast. Alkohol bzw. Ethanol ist an sich keine Säure, regt den Körper jedoch an Säuren zu produzieren. Nikotin hat, anders als Alkohol, die Eigenschaft, die Muskelspannung im Körper zu reduzieren. Durch die Einnahme von Nikotin, sei es durch Zigaretten, E-Zigaretten, Nikotinspray oder Nikotinpflaster, kann der abdichtende Muskel erschlaffen, wodurch der Magensaft in die Speiseröhre aufsteigen kann.

Sodbrennen als Nebenwirkung von Medikamenten

Diese Nebenwirkung von Nikotin ist auch auf Medikamente übertragbar. Manche Arzneien haben die Nebenwirkung, dass der Schließmuskel im unteren Teil der Speiseröhre erschlafft. Wichtig ist hierbei, dass Sie bei einem Verdachtsfall die vom Arzt verschriebene Medikation auf keinen Fall eigenhändig absetzen dürfen. Halten Sie in diesem Fall bitte Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Dieser kann Sie eventuell auf ein anderes Medikament umstellen oder Ihnen Medikamente verschreiben, die die Beschwerden lindern werden.

Sodbrennen durch Stress

Wie so oft kann auch körperlicher sowie psychischer Stress Ursache für Beschwerden sein, so auch bei Sodbrennen. Personen, die unter dauerhaften Stress leiden, schütten permanent Stresshormone aus. Diese Stresshormone sind eigentlich sehr wichtig und helfen dem Körper die Organe auf die gefährliche Situation einzustellen. Die Hormone bereiten den Körper vor Leistung zu erbringen. Die Verdauung von Speisen gehört in diesen Momenten aber nicht zu diesen Tätigkeiten. Die Verdauung wird verlangsamt, der Speisebrei verweilt länger im Magen und die Magenbewegungen (Motilität) werden gehemmt. Durch die verringerte Durchmischung des Mageninhalts wird die Nahrung von der Magensäure separiert, wodurch die Magensäure dann zur Speiseröhre gelangt und aufsteigen kann.

Sodbrennen durch falsche Nahrungsaufnahme

(Vor allem zeitlich) gestresste Personen essen häufig auch sehr hektisch und kauen die Nahrung nicht ausreichend. Die Nahrung wird nicht genug „angespeichelt“ und zerkleinert, wodurch der Magen mehr Verdauungsarbeit leisten muss. Zudem erhöht schlecht gekaute Nahrung auch die Gefahr einer Entmischung im Magen.

Grobe Nahrungsstücke separieren sich stärker von der Magenflüssigkeit als fein zerkleinerte Stücke (vgl. ganze Himbeeren in Wasser und zerdrückte / gemixte Himbeeren in Wasser). Dadurch kann die Magensäure wieder zum Ösophagus gelangen und schmerzhaftes Sodbrennen auslösen.

Sodbrennen als Folge eines Zwerchfellbruchs

Bei einem Zwerchfellbruch (auch Hiatushernie genannt) durchbricht ein Teil des Magens durch eine Lücke das Zwerchfell und breitet sich im Brustraum aus. Diese Lücken sind natürlichen Ursprungs und bei jedem Menschen vorhanden. Ein Zwerchfellbruch an sich ist nicht lebensbedrohlich, wird oftmals gar nicht erkannt und ist in manchen Fällen nicht einmal notwendig zu therapieren. Jedoch kommt es hierbei oftmals zu unangenehmen chronischen Sodbrennen, welches behandelt werden sollte. Eine Hiatushernie tritt in der Regel bei Personen ab 50 Jahren auf, da die Flexibilität des Bindegewebes im zunehmenden Alter immer weiter abnimmt. Jedoch können auch jüngere Menschen von einem Zwerchfellbruch betroffen sein, vor allem wenn sie an Übergewicht leiden. Hier ist nicht bzw. nur zu geringen Teilen die Flexibilität des Bindegewebes die Ursache eines Zwerchfellbruch, sondern vielmehr der zunehmende Druck auf den Magen, wodurch er durch die Lücken des Zwerchfells gedrückt werden kann.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Viele Schwangere sind von Sodbrennen betroffen, vor allem im letzten Trimenon. Umfragen zur Folge leidet sogar jede zweite schwangere Frau während der 9 Monate unter Sodbrennen. Der Grund dieser häufigen Fallzahlen ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren im weiblichen Körper, die in der Schwangerschaft jedoch absolut normal sind. Während der Gravidität kommt es zum Anstieg des Progesteronspiegels im Blutkreislauf des weiblichen Körpers.

Dieses Schwangerschaftshormon (Progesteron) sorgt dafür, dass sich die glatte Muskulatur entspannt. Auch die Gebärmuttermuskulatur gehört zur glatten Muskulatur, weshalb Progesteron hilft, Kontraktionen und vorzeitige, ungewollte Wehen zu verhindern. Da der Blutkreislauf jedoch den ganzen Körper versorgt, wird nicht spezifisch und ausschließlich die Gebärmutter entspannt. Es sind auch andere glatte Muskelstrukturen von der relaxierenden Wirkung des Progesterons betroffen. Dadurch kann es auch passieren, dass der Muskel, der den Magen zur Speiseröhre abschließt, entspannt und undicht wird. Somit kann Magensaft in die Speiseröhre aufsteigen und zu unangenehmen Reflux führen.

Zudem übt die immer größer werdende Gebärmutter und das stetig wachsende ungeborene Kind Druck auf den Magen aus, der das Aufsteigen des Magensaftes in den Ösophagus begünstigt. Auch Tritte des Kindes in den Magen können plötzliches Aufstoßen von Magensäure in die Speiseröhre verursachen.

Um die Beschwerden zu lindern und den Druck auf den Magen zu reduzieren ist es hilfreich, wenn Schwangere weite Kleidung tragen und auf enge Gürtel verzichten. Zudem sollten speziell Schwangere darauf achten die Nahrung gut zu kauen. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sorgen ebenso dafür, dass der Druck auf den Magen möglichst gering bleibt.

Folgen häufigen Sodbrennens

Bei selten auftretenden Sodbrennen sind in der Regel keine Langzeitfolgen zu erwarten. Bei wiederholt auftretenden Sodbrennen kann es aufgrund des wiederkehrenden Angriffs der Schleimhaut durch den Magensaft zu einer Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) kommen, die sich zu einem blutigen Schleimhautgeschwür weiterentwickeln kann. Im schlimmsten Fall kann wiederkehrendes Sodbrennen zum sogenannten Barett Ösophagus führen.

Bei dieser Krankheit haben sich die Speiseröhrenzellen der unteren Speiseröhre aufgrund wiederkehrender Entzündungsreaktionen „umentwickelt“. Aus den typischen Pattenepithelzellen der Speiseröhre sind Zylinderepithelzellen entstanden, die zwar widerstandsfähiger gegenüber Säuren sind, jedoch häufiger zu Entartungen wie zum Beispiel Karzinomen neigen. Somit kann wiederkehrendes Sodbrennen im schlimmsten Fall zu einem Speiseröhrenkarzinom (Speiseröhrenkrebs) führen.

Was tun bei Sodbrennen?

Umstellung des Lebensstils bei Sodbrennen

Wenn man die Ursache für das Sodbrennen ausfindig machen konnte, sollte selbstverständlich der erste Schritt sein die Ursache des Symptoms Sodbrennen zu behandeln. Raucher sollten versuchen ganz mit dem Rauchen aufzuhören und auch nicht auf E-Zigarette, Nikotinkaugummis Nikotinpflaster oder Nikotinspray umzusteigen. Selbstverständlich sind diese Darreichungsformen für die Suchtbekämpfung „gesünder“ als die Zigaretten an sich, können jedoch trotzdem noch Sodbrennen verursachen. Sie sollten lediglich ein Übergangsmittel zu einem komplett nikotinfreien Leben sein. Übergewichtige Menschen sollten versuchen an Körpergewicht zu verlieren um somit den Druck auf den Magen zu reduzieren, der das Sodbrennen verursacht. Dies minimiert auch das Risiko eines Zwerchfellbruchs, dessen Folge meist chronisches Sodbrennen ist.

Tritt Sodbrennen hingegen vermehrt oder eventuell ausschließlich nach Feierlichkeiten mit üppigen Essen und Alkoholgenuss auf, sollte man die entsprechenden Speisen und Getränke und ein Essen über das Sättigungsgefühl hinaus meiden. Personen, bei denen das Sodbrennen vor allem aufgrund von langanhaltendem Stress auftritt, sollten versuchen, Ihr Stresslevel zu reduzieren. Sport kann bei psychischem Stress ein guter Ausgleich sein, um den Kopf frei zu bekommen. Vor allem Sportarten, bei denen man aktiv mitdenken, agieren und reagieren muss, sind besonders gut geeignet. Ausdauersport hilft vielen Betroffenen nicht ausreichend, da die Gedanken z.B. beim Joggen meist immer noch beim Stressverursacher sind. Ist es nicht möglich die Ursachen zu reduzieren, gibt es eine Vielzahl von Hausmitteln und Tipps, die den Betroffenen helfen können.

Hausmittel gegen Sodbrennen

Vielen hilft zum Beispiel bereits ein Glas Milch, um die Beschwerden des Sodbrennens zu lindern. Alternativ kann man auch Nahrungsmittel mit einem hohen Stärkeanteil wie zum Beispiel Zwieback, Weißbrot oder Bananen zu sich nehmen. Auch der Presssaft roher Kartoffeln ist reich an Stärke und kann somit helfen, leichtes Sodbrennen zu mindern. Die enthaltene Stärke hilft die Säure zu binden und die Beschwerden zu reduzieren. Bei nächtlichem Sodbrennen hilft das Hochlegen des Oberkörpers im Bett, um das unangenehme Gefühl zu reduzieren. Bei hochgelegtem Brustkorb hilft die Schwerkraft, dass der Magensaft nicht die Speiseröhre hochsteigt.

Zwanghafte Seitenschläfer hingegen sollten sich beim nächtlichen Sodbrennen auf die linke Körperseite legen, da dann der Eingang zum Magen nach oben gerichtet ist. Zudem sollte man bei vorwiegend nächtlich auftretendem Sodbrennen eine Spanne von 4 Stunden zwischen der letzten Mahlzeit oder dem letzten Snack und dem Schlafengehen einhalten und darauf achten, dass zumindest die letzte Mahlzeit am Tag fettarmer Natur ist, da Fette langsamer als Kohlenhydrate und Eiweiße verdaut werden und länger im Magen verweilen.

Welche Präparate kann ich bei Sodbrennen einnehmen?

Wenn diese einfachen Hausmittel und Tricks nicht helfen sollten, gibt es selbstverständlich weitere Möglichkeiten. Eine schnelle und einfache Methode ist die Neutralisierung der Säure mit geeigneten Mineralsalzen. Allgemein liegt bei Säuren eine erhöhte Konzentration an Wasserstoffprotonen (H⁺) im Vergleich zu Hydroxidanionen (OH⁻) vor. Würden beide Verbindungen in gleichen Konzentrationen vorliegen, so läge ein Gleichgewicht vor. Der pH-Wert wäre neutral, H⁺ und OH⁻ verbinden sich zu neutralem Wasser (H₂O). Bei Sodbrennen reagieren Carbonatsalze, z.B. Calcium-, Kalium- oder Magnesiumcarbonat mit dem Wasserstoffprotonenüberschuss der Magensäure. Das Carbonat (CO₃²⁻) reagiert mit zwei Wasserstoffatomen (2H⁺) zu Kohlensäure (H₂CO₃). Die instabile Kohlensäure zerfällt im Magen zu Wasser und Kohlenstoffdioxid (CO₂), wie es einem bereits beim Sprudelwasser bekannt ist. Das CO₂ wird unter Aufstoßen ausgeatmet. Das Wasser verbleibt im Magen. Dank des physikalischen Prinzips wird die Magensäure erfolgreich neutralisiert, wodurch diese Art von Mineralsalzen die Beschwerden des Sodbrennens lindern können.

Rennie Fresh, Hilfe bei Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden

Bei einer nicht schwangeren Frau, die einen gesunden Lebensstil pflegt, nicht raucht und nur sehr selten Alkohol trinkt, tritt manchmal Sodbrennen auf. Sie bekommt keine Dauermedikation, ist nicht übergewichtig und leidet auch nicht unter häufigem und langanhaltendem Stress. Das Sodbrennen tritt ausschließlich nach fettigem Essen auf. Sie versucht fettiges Essen zu vermeiden, möchte jedoch aus Höflichkeit bei Einladungen die fettreichen Mahlzeiten der Gastgeber nicht ablehnen. Für genau diese Situation wünscht sich die Dame eine passende Hilfe.

Da die Beschwerden wie erwähnt vor allem auftreten, wenn sie zu Gast bei Freunden und Bekannten ist, möchte sie eine praktische Lösung für unterwegs haben, die ohne Wasser einzunehmen ist. Nach unserer persönlichen und anonymen Online-Beratung und nach der persönlichen Einschätzung entscheidet sich die Dame für die Rennie Fresh Kautablette, weil diese gegenüber einem flüssigen Direktstick für sie diskreter und einfacher anzuwenden ist.

Alternativ gibt es Präparate, die überschüssige Säure nicht neutralisieren, sondern Dank des Inhaltsstoffes Alginat eine Schutzbarriere bilden. Alginathaltige Produkte bilden zusammen mit der Magenflüssigkeit eine gelartige Struktur, die sich wie ein Deckel auf den Magenbrei legt und somit verhindert, dass es zu einem Reflux der Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus) kommt.

Tritt Sodbrennen häufiger und langanhaltend auf, sollte man unbedingt Rücksprache mit dem Arzt halten. Ärzte können weitergehende Untersuchungen wie Magenspiegelungen durchführen und auch Medikamente verschreiben, die die Bildung der Magensäure unterdrücken.

Diese Medikamente (Protonenpumpenhemmer wie z.B. Omeprazol oder Pantoprazol) verhindern bzw. verringern die Produktion der Magensäure in den Belegzellen, wodurch das Sodbrennen auch gemindert werden kann. Diese Medikamente haben jedoch anders als die Carbonate und Alginat enthaltene Produkte keinen Soforteffekt und helfen nicht adhoc bei akuten Beschwerden. Zudem sind diese Medikamente für Schwangere ungeeignet. Schwangere sollten unbedingt mit Ihrem Frauenarzt Rücksprache halten, bevor sie Präparate einnehmen.

Indirekt hat auch das Anithistaminikum Cimetidin einen Einfluss auf die Magensäurebildung. Die Belegzellen, auch Parietalzellen genannt, sondern wie oben bereits erwähnt die Magensäure ab. Damit die Parietalzellen die Magensäure freisetzen, müssen sie durch den Botenstoff Histamin aktiviert werden. Das Cimetidin als Histamin-Antagonist verhindert ein Andocken des Histamins an die Belegzellen, wodurch die Ausschüttung der Magensäure blockiert wird. Wie das Omeprazol in größeren Packungen auch verschreibungspflichtig ist, handelt es sich beim Cimetidin ebenfalls um ein Medikament, welches Sie nur mit einem Rezept vom Arzt in der Apotheke Ihrer Wahl erhalten. Cimetidin und andere Wirkstoffe dieser Arzneimittelgruppe sind wie auch Omeprazol und Pantoprazol für Schwangere ungeeignet.

Letzter Ausweg: Operation bei Sodbrennen

Eine Operation des Magens und der Speiseröhre (eine Fundoplikatio) sollte die letzte Wahl sein, die man in Betracht zieht, um das Sodbrennen zu beseitigen. Diese Operation führt zwar bei ca. 90% der betroffenen Personen zur dauerhaften Verbesserung von Sodbrennen, jedoch ist dieser Eingriff nicht frei von Nebenwirkungen. Operierte Personen leiden teilweise unter einem Völlegefühl im Oberbauch oder unter erschwertem Aufstoßen. Zudem besteht eine ca. 10%ige Gefahr, dass durch eine Operation nicht die erwünschte Linderung erzielt wird.

Besonderheit: stiller Reflux

Eine besondere Form des Sodbrennens stellt der stille Reflux dar. Bei dieser Art von Sodbrennen leiden die betroffenen Personen nicht an den klassischen Symptomen des Sodbrennens und verspüren kein Brennen in der Brust. Der stille Reflux äußerst sich symptomatisch in ständiger Heiserkeit und chronischen Räuspern.

Viele Menschen ahnen nicht, dass eine überschüssige Magensäureproduktion oder ein nicht vollständig schließender Schließmuskel zum Magen die Ursache Ihrer Beschwerden sein könnten und verwenden eine Vielzahl diverser Lutschtabletten und Präparate gegen die Heiserkeit, die auf lange Sicht aber alle nicht helfen. Beim stillen Reflux steigt die Magensäure „gasförmig“ die Speiseröhre hoch.

Die Aerosole bestehen aus feinsten Säuretropfen die dafür sorgen, dass der Kehlkopf und das umliegende Gewebe chronisch entzündet ist. Teilweise enthalten die Aerosole auch das Enzym Pepsin, welches im Magen hilft die Fleischverdauung zu fördern. Hierfür spaltet es im Magen die Eiweißverbindungen des Fleisches, wodurch die Verdauung erleichtert wird. Wenn diese fleischverdauenden Enzyme zusammen mit den Säuretröpfchen nun durch Aerosolbildung in die Kehlkopfregion gelangen, können sich diese Enzyme auch im Mundhöhlengewebe festsetzen und hier körpereigene Eiweißverbindungen spalten. Somit trägt nicht nur die Säure, sondern auch ein körpereigenes Enzym zur chronischen Entzündung der Regionen bei, welches sich in der anfangs erwähnten chronischen Heiserkeit äußert. Mag es auf den ersten Blick verwunderlich sein, warum also Präparate gegen Sodbrennen bei ständigem Räuspern helfen, so ist es doch angesichts dieser besonderen Ursache der Heiserkeit sehr einleuchtend.

Unser Wunsch

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Ihr daily-advice Team

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